Leuchtturmkonzept im Landkreis Aschaffenburg – Feuerwehr Dammbach ist dabei!

Gut vorbereitet für den Ernstfall: Die Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg stärken gemeinsam den Bevölkerungsschutz. Auch die Freiwillige Feuerwehr Dammbach ist Teil des Leuchtturmkonzepts.

Was passiert bei einem großflächigen Stromausfall?

Ein länger andauernder und flächendeckender Stromausfall kann weitreichende Folgen für unseren Alltag haben. Neben der Stromversorgung können auch Telefonnetze, Mobilfunk, Internet und weitere wichtige Bereiche der Infrastruktur beeinträchtigt werden. Dadurch wird es im Ernstfall schwieriger, Hilfe zu erreichen oder wichtige Informationen zu erhalten.

Um die Bevölkerung auch in einer solchen Ausnahmesituation unterstützen zu können, hat der Landkreis Aschaffenburg das sogenannte Leuchtturmkonzept eingerichtet. Es ist ein wichtiger Bestandteil des Katastrophenschutzes und soll sicherstellen, dass Bürgerinnen und Bürger auch bei einem Ausfall der üblichen Kommunikationswege Anlaufstellen erreichen können.

Was sind Leuchttürme?

Bei den Leuchttürmen handelt es sich überwiegend um Feuerwehrgerätehäuser, die bei einem Stromausfall mit Notstrom versorgt werden können. Sie sind über den Landkreis verteilt, gut erkennbar und möglichst zu Fuß erreichbar.

Im Krisenfall können Bürgerinnen und Bürger dort Notrufe absetzen und Hilfeersuchen übermitteln, wenn die üblichen Kommunikationswege nicht mehr funktionieren. Die Feuerwehrhäuser werden hierfür entsprechend den örtlichen Planungen besetzt.

Auch in Orten oder Ortsteilen ohne eigenes Feuerwehrhaus ist eine Unterstützung vorgesehen. Dort können Feuerwehrfahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht an markanten Stellen als erkennbare Anlaufpunkte eingesetzt werden.

Die Aufgaben des Leuchtturmkonzepts

Das Konzept umfasst mehrere wichtige Bereiche:

  • Notruf und Hilfe: Bürgerinnen und Bürger erhalten eine Anlaufstelle, wenn Telefon und Mobilfunk nicht mehr zuverlässig funktionieren.
  • Notstromversorgung: Die Stromversorgung der vorgesehenen Anlaufstellen wird durch Notstromeinspeisungen beziehungsweise entsprechende Notstromtechnik unterstützt.
  • Kommunikation: Die Verbindung zwischen den örtlichen Führungsstellen und den übergeordneten Stellen wird im Krisenfall sichergestellt.
  • Analoger Funk als Rückfallebene: Sollte die digitale Kommunikation beeinträchtigt sein, kann der vorhandene Analogfunk eine wichtige zusätzliche Kommunikationsmöglichkeit darstellen.
  • Erkennbare Anlaufstellen: Feuerwehrhäuser und gegebenenfalls Feuerwehrfahrzeuge helfen der Bevölkerung dabei, im Ernstfall eine Anlaufstelle zu finden.

Wichtig ist dabei: Die konkreten Aufgaben und Angebote richten sich nach den örtlichen Planungen. Leuchttürme, Notfall-Infopunkte und Wärmestuben haben unterschiedliche Funktionen.

Feuerwehr Dammbach ist dabei!

Auch die Freiwillige Feuerwehr Dammbach ist in das Leuchtturmkonzept des Landkreises Aschaffenburg eingebunden. Damit leisten wir gemeinsam mit den weiteren Feuerwehren und den zuständigen Stellen einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf außergewöhnliche Schadenslagen.

Gerade bei einem länger andauernden Stromausfall kommt es auf eine funktionierende Zusammenarbeit, klare Kommunikationswege und eine gute Vorbereitung an. Regelmäßige Überprüfungen und Übungen helfen dabei, technische Einrichtungen zu testen, Abläufe zu überprüfen und mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.

Landkreisweite Übung am 16. November 2026

Am Montag, 16. November 2026, ab 18:30 Uhr, ist eine erneute landkreisweite Übung des Leuchtturmkonzepts vorgesehen.

Dabei sollen unter anderem folgende Punkte überprüft werden:

  • Besetzung der Feuerwehrhäuser als Leuchttürme
  • Kommunikation zwischen der Kreiseinsatzzentrale, den Abschnittsführungsstellen und den gemeindlichen Führungsstellen
  • Funktionsfähigkeit der Notstromeinspeisungen
  • Überprüfung des Analogfunks als Rückfallebene
  • Überprüfung ausgewählter Relaisstellen
  • Test der Satellitenkommunikation

Mit dieser Übung soll festgestellt werden, wie gut der Landkreis Aschaffenburg für künftige Schadensereignisse, insbesondere einen großflächigen Stromausfall, vorbereitet ist.

Auch die Bevölkerung kann vorsorgen

Jeder Haushalt kann selbst einen Beitrag zur Krisenvorsorge leisten. Dazu gehören beispielsweise ein ausreichender Vorrat an Trinkwasser und haltbaren Lebensmitteln, eine Taschenlampe, Ersatzbatterien, ein batteriebetriebenes Radio sowie eine geladene Powerbank.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, Warn-Apps wie NINA zu installieren und die Benachrichtigungen zu aktivieren. So können wichtige Warnungen und Informationen auch dann empfangen werden, wenn die üblichen Informationswege noch funktionieren.

Informiert euch am besten bereits im Vorfeld darüber, wo sich die vorgesehenen Leuchttürme und Notfall-Infopunkte in eurer Gemeinde befinden.

Gemeinsam für die Sicherheit in unserer Region

Das Leuchtturmkonzept zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Gemeinden und Feuerwehren für den Bevölkerungsschutz ist. Durch technische Vorsorge, regelmäßige Übungen und gut vorbereitete Einsatzkräfte können wichtige Voraussetzungen geschaffen werden, um die Bevölkerung auch in außergewöhnlichen Situationen zu unterstützen.

Die Freiwillige Feuerwehr Dammbach ist dabei – für unsere Gemeinde, für unsere Mitmenschen und für die Sicherheit im Landkreis Aschaffenburg.

Weiterführende Informationen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen